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Informationsplattform der AGGP

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27. April 2009

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Fokus Qualität

6. April 2009: Bettenknappheit, Personalnotstand und auch noch DRG's - Gefahr für PatientInnen und Personal. AGGP-Vorstandsmitglied hält ein Referat. Die gut besuchte Veranstaltung beinhaltete auch eine angeregte Publikumsdiskussion. Einladung 

Januar 2008: Die AGGP nimmt an ihrer Medienkonferenz vom 25.1.08 Stellung zu den Warnungen vor einem Pflegenotstand: 
" Die AGGP vertritt die Meinung, der angekündigte Pflegenotstand ist keine Fatalität, sondern die Folge einer Ausbildungs- und Lohnpolitik, die auf eine leise aber konsequente Art darauf gerichtet ist, durch Hierarchisierung und Funktionalisierung die Attraktivität der Pfegetätigkeit zu mindern und die Finanzierung der pflegerischen Pflegeleistungen zu prekarisieren.
Ausser dem Versuch, die Rationierungsdebatte anzuschieben, haben die letzten Wochen für die Zukunft der Gesundheitsberufe, eine Fülle von wichtigen Ereignissen mit sich gebracht wie: die Vernehmlassung zur FaGe-Ausbildung, die Entwicklung von Diagnosis Related Groups (DRG), die Revision der Pflegefinanzierung, das neue Besoldungssystem (SLS) der Stadt Zürich, die Teilrevision des kantonalen Besoldungssystems. Die AGGP bezieht Position dazu".

Stand Januar 2007: Aufgrund der Ablehnung seitens des Gesundheitspersonals, eine Herabsetzung der Pflegequalität für die Grundversicherten mitzutragen, sah sich die Gesundheitsdirektion gezwungen, das von ihr initiierte Vorhaben zu überdenken. Ein Projektteam erarbeitete im Auftrag der Pflegekommission der Gesundheitsdirektion ein umfangreiches «Modell zur Darstellung und Überprüfung der Qualität in der Pflege und Gesundheitsversorgung» (pdf) (6.2006).

Das Konzept („Modell“) enthält einige gute Ansätze. So hält es fest, dass die Pflege sich «nach dem individuell erhobenen Pflegebedarf» richten und als Minimalstandard eine «angemessene» und nicht die angekündigte «sichere» Pflege anstreben soll. Die Gesundheitsdirektion hat also vorerst einmal ihre Position revidiert. Problematisch ist allerdings, dass das Modell formell nicht verbindlich ist. Die Gesundheitsdirektion kann es jederzeit widerrufen. Positiv zu werten ist, dass das ausgewählte Qualitätsmodell neben der Ergebnis- (Outcome) auch die Prozess- und die Strukturebene erfasst. Damit werden die Arbeitsbedingungen ausdrücklich zur qualitätsrelevanten Grösse. Das ist sowohl normativ als auch empirisch richtig so. Dennoch verfehlt das Modell sein Ziel.

Fallpauschalen: In der Frühjahrssession 2007 sagte der Nationalrat im Rahmen der Spitalfinanzierung/KVG-Revision ja zur Festlegung von Fallpauschalen. Eine Abgeltung über Fallpauschalen – oder DRG’s (diagnosis related groups) – ist in Schweizer Spitälern bis anhin schon möglich. Sie soll nun aber „in der Regel“ vorgeschrieben werden.

In Deutschland sind die Fallpauschalen (DRG) bereits 2003 zwingend eingeführt worden. Es gibt unterdessen Untersuchungen von Hagen Kühn/Sebasian Klinke/Petra Buhr, wie sich das DRG-Entgeltsystem auf die Versorgungsqualität in deutschen Krankenhäuser auswirken.

Im Frühjahr 2005 wurde das Netzwerk Fokus Qualitätsabbau lanciert. Zurzeit (2007) ist das Projekt sistiert, weil das dargebotene Instrument vom Personal nicht benutzt wurde.

Das Netzwerk bezweckte, wichtige Informationen zur Qualität in der professionellen Betreuungspraxis zu sammeln.

  • Das Netzwerk Fokus Qualitätsabbau ist das Instrument des Gesundheitspersonals zur Aufrechterhaltung einer professionellen Betreuungsqualität im Zürcher Gesundheitswesen.
  • Es verbindet die MitarbeiterInnen im Zürcher Gesundheitswesen mit QualitätsexpertInnen und einer Trägerschaft, bestehend aus VertreterInnen der Berufsverbände.
  • Jede Berufsgruppe ist sowohl in der ExpertInnengruppe wie auch in der Trägerschaft vertreten.
  • Das Netzwerk ist juristisch und ethisch betreut.
  • Im Netzwerk werden die Informationen ausgewertet und gegebenenfalls Massnahmen ergriffen.
  • Alle Personen, die mit gemeldeten Informationen in Kontakt kommen, stehen unter Schweigepflicht.

Das Netzwerk Fokus Qualitätsabbau wurde von der AGGP initiiert, in Zusammenarbeit mit anderen Berufsorganisationen im Gesundheitssektor.

Stand 2004/5: In den Vorschlägen zum Sparpaket 04 schlägt die Gesundheitsdirektion die Einführung von Medikamentenbudgets im stationären Bereich vor. Das Netzwerk Fokus Qualitätsabbau lehnt dies ab.

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich sah im Sanierungsprogramm San 04/05 die Gelegenheit, das Niveau der Pflege in der Grundversicherung zu senken. Den Grundversicherten sollte nur noch eine «sichere Pflege» angeboten werden - eine Pflege also, die nicht PatientInnen orientiert ist, nicht dem aktuellen Stand der Pflegeforschung entspricht und nicht den Genesungsprozess miterfasst. Diese Massnahme verletzte die Grundsätze der professionellen Pflege. Das Pflegepersonal war u.a. nicht bereit, Grund- und Zusatzversicherte nach unterschiedlichen Massstäben zu pflegen. Es forderte die Aufrechterhaltung einer Pflege von professioneller Qualität in den Zürcher Spitälern, Heimen und Kliniken.

Im Mai 2004 veröffentlichte die AGGP das Manifest gegen Qualitätsabbau mit Argumenten und Informationen zum professionellen Qualitätsverständnis

  • Das Manifest kann bestellt werden unter AGGP, Wiedingstr. 78, 8045 Zürich oder via Mail unter sekretariat@aggp.ch
  • Kurzfassung des Manifestes (pdf) (1.9.2004)
  • Online ist das Manifest als PDF zugänglich. Die Datei ist aber 0.5 MB gross und es kann je nach Übertragungsrate einige Zeit dauern, bis sie geöffnet wird.

5. April 2003: Die AGGP führt zusammen mit der Schweizerischen Gesellschaft für ein soziales Gesundheitswesen eine Tagung mit dem Titel „Qualität neu erfinden? Qualität in Pflege und Therapie unter der Lupe“ mit zahlreichen Workshops und namhaften Referenten durch. An der Tagung gingen ReferentInnen und Arbeitsgruppen folgenden Fragen nach: Woran lässt sich Qualität messen? Welche Rolle spielen die Angestellten in den Diskussionen um Qualitätsförderung und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen? Welche Bedingungen sind aus ihrer Sicht zentral? Welche Auswirkungen haben die Arbeitsbedingungen auf die Betreuungsqualität der Patientinnen und Patienten? Was bedeutet professionelle Pflege im Gesundheitsbereich? Wird Qualitätsmanagement zu Sparzwecken instrumentalisiert? Aufgrund der Tagungsbeiträge veröffentlichten René Schaffert (AGGP) und Thomas Wahlster (SGSG) den Sammelband „Qualität neu erfinden? Qualitätsmerkmale im Sozial- und Gesundheitswesen unter der Lupe“


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